Griep Baulogistik Headquarters



Description:

Die neue Zentrale der griep Baulogistik GmbH ist als gleichzeitig effiziente und bewusst qualitätvolle Arbeitsumgebung gestaltet. Denn im „war for talents“ (vgl. McKinsey & Company, 1997) spielt neben ökonomischen und sozialen Faktoren heute gerade auch ein attraktives Arbeitsumfeld mit klar definierter Identität eine besondere Rolle. Nicht ohne Grund zeigen die zeitgenössischen Firmenzentralen von (zum Beispiel) Google, Facebook und Apple eine direkte Übersetzung der Corporate Identity der Unternehmen in Architektur. Hier unterstützt die Architektur der Gebäude die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen auch mit einem ganz klar formal-ästhetischen Anspruch.
In diesem Sinne soll der hier vorgelegte Entwurf für die Firmenzentrale der griep Baulogistik GmbH einen grundsätzlich ziel- und effizienzorientierten Pragmatismus mit dem Bewusstsein für den eigenen zukunftsorientierten Innovationsanspruch balancieren:
Die Gebäude sind grundsätzlich strukturell effizient, kompakt und flexibel. Volumina und Fassaden sind präzise proportioniert und in Details und Materialisierung über konventionelle Gestaltungsmuster hinaus verfeinert. Die Innenräume sind bewusst vielschichtig: in Teilen konzentriert, aber auch kommunikativ. Die Materialisierung ist direkt, „echt“, taktil und nachhaltig. Dazu geht der Entwurf typologisch und baukonstruktiv über branchenübliche Standards hinaus:
. typologisch, da die heute oft übliche Organisation von Büros im „Zweibund mit Multizone“ zu einem vor allem im Innenraum wesentlich vielschichtigeren Raumgeflecht weiterentwickelt worden ist.
. baukonstruktiv, da das vorgeschlagene Baukastensystem sehr effizient, materialgerecht und damit nachhaltig als innovative Holzbetonverbundkonstruktion ausgeführt werden soll.

 

 

Gängige Bürotypologien (Zweibund und Multizone) werden zu einem effizienten, flexibel umnutzbaren und vielschichtigen Raumkonzept weiterentwickelt:
die windmühlenförmig nach außen ausgerichteten Zellen dienen dem konzentrierten Arbeiten. Innen entsteht eine vielfältige Kommunikations- und
Begegnungszone, die durch einen eingeschnittenen Patio belichtet und atmosphärisch aufgewertet wird. Die Flure bieten an ihren Enden immer Licht
und Ausblick.
In der Werkhalle werden Werkstätten und Hallen „matrixartig“ verbunden. Das Gebäude organisiert die durchströmenden Güter in Ost-West-Richtung. Alle Hallen können bei Bedarf gekoppelt werden.

Ähnlich der Weiterentwicklung der Bürotypologie werden auch grundlegende architektonische Elemente in Form und Funktion verändert:
. Promenade: Die Eingangssequenz wird über eine Veranda (mit Bank für die Feierabendsonne) eingeläutet.
. Raumereignis: Die vertikale Haupterschließung verbindet die Geschosse und Mitarbeiter als lineares Element mit einer ungewohnt großzügigen Geste. Gleichzeitig zoniert das eingestellte Treppenhaus den Grundriss und definiert im Erdgeschoss eine Verbindung Richtung Werkhalle.
. Kleid: Die Holzschalung der Fassade wird durch die dezent gedrehte Positionierung der einzelnen Latten visuell verfeinert und auf den zweiten Blick andersartig.

Die einfachen und kompakten Bauvolumina bedeuten ein gutes A/V-Verhältnis. Die Reduktion von Glasflächen durch horizontale Fensterbänder ist ökonomisch und energetisch sinnvoll. Nur die Nordwestfassade bezieht sich durch großflächige Fassade klar auf den angrenzenden Grünraum. Das zukünftige Aufstocken der Gebäude ermöglicht eine vergleichsweise niedrigschwellige und integrierte Erweiterung der Büroflächen. Der Werkhof wird durch die Erweiterung nicht weiter verkleinert.

Die Gebäude spiegeln einen zeitgemäßen und zukunftsgewandten Anspruch an die Nachhaltigkeit von Materialität und Struktur in der Architektur.
Sie sollen durch den Einsatz von Brettstapelwänden und -decken, BSH-Stützen, bzw. durch Holz-Beton-Verbunddecken in Material und Tragstruktur, explizit nachhaltig (vergleichsweise niedriger Einsatz von Grauenergie; Gebäude als CO2-Senke), komfortabel (gute (raum-) klimatische, schalltechnische und brandtechnische Eigenschaften) und in Haptik und Ästhetik über gängige Standards hinaus hochwertig konstruiert werden.

Die gewählte Fassadenkonstruktion zeigt den Baustoff Holz als elegantes und durch die Ausführung der Holzschalung durchaus raffiniertes Baumaterial, ohne den Nachhaltigkeitsanspruch der Gebäude über die Maßen sichtbar werden zu lassen. Der Farbkontrast aus vorvergrauter Holzschalung, hellgrauen Aluminiumfenstern und dem warmen Holzton der inneren Deckenkonstruktion erscheint elegant und zeitlos. Die robuste Sockelzone (im Bereich der Werkhalle über die Höhe des Erdgeschosses) wird mit Betonfertigteilen ausgeführt, die im Horizontalschnitt leicht geschüsselt geschalt werden.

 

Info:

Date: 2019


Place: Flörsheim, Germany

Size: ~2500 m²

Client: Griep Baulogistik>>

Team: Holger Hoffmann, Jan Hafner, Maurice Spohn

Structure (competition): OSD. Office for structural design>>

Visualization: Studio Dragusha>>

Status: 1. Prize, invited competition;

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